Große Klärteichanlage in S-H: Entschlammung und Verwertung
Das Umwelt-Team des Dienstleisters Blunk am Standort Rendswühren hat in Schleswig-Holstein gleich vier Klärteiche einer Klärteichanlage entschlammt. Den Schlamm brachte das Team direkt als Dünger auf landwirtschaftlichen Flächen in der Umgebung aus. Hier der Bericht und einige Schnappschüsse.
Der Auftrag: Entschlammung einer größeren Teichanlage
Mit 4.000 bis 5.000 Kubikmetern ist die Anlage unseres Auftraggebers relativ groß. Die meisten Anlagen umfassen rund 1.000 Kubikmeter, da hat das Team in ein bis zwei Tagen alle Arbeiten abgeschlossen. Bei dieser Größenordnung plante die Einsatzleitung eine Einsatzzeit von einer Woche ein.
Truxor im Teich, Zubringer auf dem Weg zur Fläche
Den Schlamm holten wir mit einem Truxor – ein Amphibien-Fahrzeug mit Pumpe – aus dem Teich. Zwei Zubringer – Fendt-Schlepper und Wienhoff-Fässer mit Drehschemel, je 25 Kubikmeter Fassungsvermögen – fuhren das Material zur Fläche mit Winterbegrünung. Dort brachte das Agrar-Team den Schlamm mit einem Fendt 936 und 24-Meter-Schleppschlauchgestänge direkt in den Bestand aus.
Klärschlamm als Dünger: vorab analysiert
Bevor der Schlamm auf die Felder durfte, wurde er beprobt, von den Behörden auf Nährstoffe und Schadstoffe analysiert – und freigegeben.
Auf der Baustelle zog unser Kollege Kim Osterkamp zusätzlich Proben, um die Trockensubstanz (TS) zu bestimmen: „Bei 2 Prozent TS ist das Material flüssiger als bei 5 Prozent. Einen richtigen oder falschen Wert gibt es dabei nicht. Wir halten den Ist-Zustand fest, damit wir den Nährstoffwert nachher richtig berechnen können“, erklärt der Kollege.
Flüssig verwerten in der Landwirtschaft
Landwirte schätzen Klärschlamm als vergleichsweise günstigen, organischen Dünger, der Stickstoff und Phosphat liefert und damit den Humusaufbau unterstützt. Planung, Anlieferung, Ausbringung und die vorgeschriebene Dokumentation der Klärschlammdüngung übernehmen wir für unsere Kunden – ganz im Sinne von „Alles aus einer Hand“.
Vom Klärwerk zur passenden Fläche
Fachberater Mathias Lienau erklärt den Ablauf: „Unser Kunde ist in der Regel eine Kommune als Betreiberin eines Klärwerks. Stehen die Rahmenbedingungen wie Menge, Stoffeigenschaften und Verwertungsbedingungen fest, planen wir Technik und Ablauf, zum Beispiel, ob mit Schlepper-Gespannen oder per LKW-Transport abgefahren wird. Daraus ergibt sich, wie viel Raum wir in welchem Umfeld brauchen.
Dann knüpfen wir Kontakte zu Landwirten, auf deren Flächen der Schlamm verwertet werden kann. Manchmal hat der Auftraggeber selbst passende Flächen, im Regelfall kümmern wir uns darum.“
Auftrag vor dem Regen zu einem Abschluss gebracht
Begonnen hatte das Team mit den Arbeiten am Montagmittag, am Dienstag liefen zwei Truxor gleichzeitig den ganzen Tag durch. Am Mittwoch arbeiteten die Kollegen mit einem Truxor weiter und erreichten noch vor den angekündigten Regentagen einen guten Abschluss.
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