Rettungsübungen am NH Mähdrescher von Blunk erfolgreich
Gewicht und Technik einer Erntemaschine erfordern andere Rettungsmaßnahmen als bei einem PKW. Genau diese besonderen Maßnahmen und Abläufe haben verschiedene Rettungskräfte vom 3. bis 6. September 2026 auf der NORLA in Rendsburg geübt – beim Training „Technische Hilfe Landwirtschaft“.
Wie im Vorbericht zur NORLA 2026 angekündigt, stellten wir für den Übungseinsatz einen unserer neuen New Holland CR10 Mähdrescher bereit – und übernahmen auch den Transport der Maschine zur NORLA und zurück.
Der Einsatz war ein voller Erfolg: Die Einsatzkräfte absolvierten erfolgreich alle Übungen, und viele Zuschauer konnten hautnah miterleben, wie ein Rettungseinsatz in landwirtschaftlichen Umfeld vonstatten geht.
Maschinenführer aus dem Blunk-Team Rendswühren erklärt den Drescher
Aus unserem Team war Jannis Stark mit auf der NORLA 2026. Er fährt den New Holland Mähdrescher am Blunk-Stammsitz Rendswühren und kennt die Maschine aus der Praxis.
Vor Ort erklärte unser Kollege den Einsatzkräften die Technik des Dreschers, beantwortete ihre Detailfragen und zeigte direkt an der Maschine einzelne Funktionen.
Dieses Wissen kann bei einem Unfall entscheidend sein, denn wer weiß, wie ein Mähdrescher aufgebaut ist und funktioniert, kann im Einsatz gezielt helfen.
Zwei Übungsszenarien am Mähdrescher
Dafür wurden zwei möglichst realistische Unfallsituationen aufgebaut, damit die Einsatzkräfte Rettungsmaßnahmen und Abläufe praxisnah trainieren konnten.
Person unter dem Raupenlaufwerk
Im ersten Szenario lag eine verletzte Person halb unter dem Laufwerk des Mähdreschers – so, als wäre sie von den Raupenketten überrollt worden. Die Einsatzkräfte mussten den Mähdrescher anheben und die verletzte Person unter der Maschine hervorholen. Bei dieser Rettung am Mähdrescher sollten die Einsatzkräfte nicht nur die schwere Rettungstechnik sicher einsetzen können, sondern auch ihr neu erworbenes Wissen über die Technik eines Dreschers anwenden.
Rettung aus dem Korntank mit der Drehleiter
Im zweiten Szenario galt es, eine Person aus dem Korntank des Dreschers zu befreien.
Für diese Übung setzten die Einsatzkräfte die Drehleiter ein und holten die Person von oben aus der Maschine. Dabei kam es darauf an, das Verhalten des Korns im Tank zu kennen und einzuschätzen, wie weit die verletzte Person selbst mithelfen kann.
Feuerwehr, THW und Rettungsdienst üben gemeinsam
An den Übungen nahmen unterschiedliche Rettungskräfte teil. Pro Tag trainierten an der Maschine gemeinsam zehn Feuerwehrleute, vier Einsatzkräfte des THW und vier aus dem Rettungsdienst. So probten die Organisationen auch das Zusammenspiel, auf das es bei einem echten Unfall ankommt.
Die Initiatoren von „Technische Hilfe Landwirtschaft“
Hinter dem Training „Technische Hilfe Landwirtschaft“ stehen Marco Weber aus Schalkholz und Henning Edler aus Arlewatt. Beide sind selbst Feuerwehrleute und organisieren die Übungen vollständig ehrenamtlich.
Ehrenamt als Rückgrat des Trainings
Ihre Ziele sind zum einen, Einsatzkräfte besser auf Einsätze mit Landmaschinen vorzubereiten, und zum anderen, das Ehrenamt in der Feuerwehr zu stärken.
Dieses Engagement unterstützt die Blunk-Gruppe gern, denn gut ausgebildete Einsatzkräfte bedeuten mehr Sicherheit für alle, die wie wir in der und für die Landwirtschaft arbeiten.
Fotos: Holger Knoche
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